Belegaufbereitung von Bilanzierern

Wir bitten Sie, bei der Aufbereitung der Belege folgendes zu beachten:

Betriebsausgaben sind Ausgaben, die durch die Ausübung Ihrer selbständigen/gewerblichen Tätigkeit verursacht werden. D.h. jede Ausgabe muss „verständlich“ (selbsterklärend) oder „erklärbar“ sein und in unmittelbarem Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit stehen.

Einnahmen sind all jene Zahlungseingänge (Bank oder bar), die Sie NICHT aus einem nichtselbstständigen Arbeitsverhältnis beziehen und beinhalten auch Einnahmen aus Tauschgeschäften.
(Gehalt, Lohn und Pension = Bezug aus nichtselbständiger Arbeit; Werkvertrag und freier Dienstvertrag = Bezug aus selbständiger Arbeit)

Ausschlaggebend ist das Datum der Rechnung!

Sortieren der Belege in folgenden Belegkreisen:
-    Eingangsrechnungen (alle Rechnungen, die nicht sofort bar bezahlt werden)
-    Ausgangsrechnungen (alle Rechnungen, die Sie an Ihre Kunden ausstellen)
-    Kassa (bar bezahlte Rechnungen und Zahlungen)
-    Bank (je Bankkonto)
-    Kreditkartenabrechnungen
-    sonstiges (z.B. Lohnverrechnung, Tauschgeschäfte)

Belege innerhalb eines Belegkreises chronologisch aufsteigend nach Rechnungsdatum sortieren! (bei der Bank nach den Kontoauszügen: unten liegt der 1.1. und oben auf der 31.12.)

Kopie des Kassabuchs beilegen

Bank-Abschluss per 31.12. bitte immer beilegen!
– ACHTUNG! wird manchmal erst am Auszug Nr. 1 des nächsten Jahres gebucht

Privates Bankkonto durchsuchen, ob betriebliche Ein- oder Ausgänge zu berücksichtigen sind – (wenn ja, das gesamte Privat-Konto mitschicken - bitte beachten Sie aber, dass dadurch das private Konto bei einer Prüfung vom Finanzamt ebenfalls geprüft wird)

bitte auch „erklärenden Schriftverkehr“ zu den Zahlungen oder Eingängen beilegen
(zB: bei Versicherungszahlungen aufgrund von Schadensfällen)

neu abgeschlossene Verträge (z.B. Leasing-, Miet-, Dienst-, Kaufverträge) beilegen

Belege lochen und einzeln in einem Ordner abhängen („nicht zu Paketen verschnüren“)

zu kleine Belege bitte auf einen größeren Zettel heften, den man lochen kann
(NICHT mehrere Belege auf einen großen Zettel heften)

Aufstellung der Reisen (leserlich!) und Belege beilegen (zB: Flug, ÖBB, Hotel,...)!
Wichtige Informationen: wer, wann, wo, welches Geschäft, KM-Geld, Diäten, sonstige Ausgaben,...

Bei Rechnungen ab € 150,-- brutto Rechnungsmerkmale beachten!

UID-Nummer der Geschäftspartner regelmäßig prüfen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Vorsteuerabzug oder die Steuerfreiheit versagt wird!

Offene-Posten-Listen bitte regelmäßig kontrollieren

WICHTIG:

Thermo-Belege kopieren (weil diese verblassen und dann als Betriebsausgabe nicht mehr zulässig sind)

Bei Bewirtungs- und Geschenk-Rechnungen immer dazu vermerken mit wem (bzw. für wen) und zu welchem Geschäft. „Der Werbecharakter muss überwiegen!“

Rechnungen, die elektronisch (zB per E-Mail) verschickt bzw. erhalten werden (auch Rechnungskopien), müssen seit 01.01.2006 durch eine „Qualifizierte digitale Signatur“ gekennzeichnet werden, sonst ist die Rechnung nicht rechtsgültig und darf nicht gewinnmindernd berücksichtigt werden.

Per Fax verschickte Rechnungen werden derzeit noch anerkannt.

Bitte achten Sie auch beim Fahrkarten-Kauf darauf, dass auf der Rechnung (bzw. am Fahrschein) das Datum und der Steuersatz von 10% vermerkt sind, da sonst kein Vorsteuer-Abzug möglich ist.

Bei der Fachliteratur ist zu beachten, dass der Vermerk „Fachbuch“ (oder ähnliches) auf der Rechnung nicht ausreicht, es müssen die gekauften Titel angeführt werden (es muss ein eindeutiger Bezug zur Tätigkeit gegeben sein)!

Die Richtigkeit unserer Arbeit hängt wesentlich von Ihren Angaben und Unterlagen ab! In diesem Sinne hoffen wir auf eine gute Zusammenarbeit!

drucken
NEWS
Ausgewählte Neuerungen der Steuerreform 2020
Im September 2019 wurden im Nationalrat das Abgabenänderungsgesetz 2020, das Steuerreformgesetz 2020 sowie das Finanz-Organisationsreformgesetz beschlossen.
Verkauf eines Kundenstocks
Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) entschied, dass der Verkauf eines Kundenstocks eine sonstige Leistung und keine Lieferung ist. Das widerspricht der Ansicht der Finanz und kann umsatzsteuerliche Konsequenzen für den Veräußerer haben.
Forderungsverzicht einer GmbH in der Krise
In Zeiten der Krise sind viele Unternehmen gezwungen Maßnahmen zu ergreifen, um ihre finanzielle und bilanzmäßige Situation zu verbessern. Hat der Gesellschafter seiner GmbH etwa ein Darlehen zur Verfügung gestellt, so besteht für ihn die Möglichkeit, auf seine Forderung zugunsten der Gesellschaft zu verzichten, um so die Eigenkapitalsituation der GmbH zu verbessern.
mehr...

Registrieren

Login:
Passwort:
Passw. wiederholen:
e-mail:

optional:
Name:
Adresse:

Passwort vergessen?